In diesen Tagen und Wochen machen sich viele Menschen auf den Weg. Urlaub und Sommerferien schenken Zeit zur Erholung, eröffnen neue Begegnungen und ermöglichen das Kennenlernen anderer Menschen, Kulturen und Lebensweisen. Zugleich wächst in dieser Zeit oft die Sehnsucht nach Ruhe, innerer Ausgeglichenheit und Frieden.
Der selige Franziskus Maria vom Kreuz Jordan, Gründer der Salvatorianer, dessen Gedenktag wir am 21. Juli feiern, war selbst ein Mensch der Weite und der Begegnung. Er reiste viel, beherrschte mehrere Sprachen und sandte die Mitglieder seiner Gemeinschaft in alle Teile der Welt. Sein Blick reichte über Ländergrenzen und Kontinente hinaus. Er trug alle Menschen im Herzen und wollte ihnen die Liebe Gottes nahebringen, damit Frieden in ihren Herzen wachsen könne.
So wurde Pater Jordan zu einem „Apostel über Grenzen hinweg“. Er baute Brücken zwischen Menschen, Kulturen und Nationen. Dieser weite Horizont, seine Offenheit für die Welt und seine tiefe Verbundenheit mit allen Menschen prägen bis heute die salvatorianische Familie und ihren universalen Sendungsauftrag.
Aus den Kapitelansprachen des seligen Franziskus Maria vom Kreuz Jordan:
„Wie schön sind die Füße derer, die die frohe Botschaft des Friedens bringen! Tragt den Frieden! Seid jedoch gewiss, dass Frieden manchmal Opfer bedeutet. Wir müssen in der Lage sein, etwas zu ertragen, um Frieden miteinander zu haben. Wenn du mit Gott, mit deinem himmlischen Vater und mit deinen Mitmenschen in Frieden bist, dann kannst du diesen Frieden auch anderen bringen. So wünsche ich euch aus der Fülle meines Herzens im Namen der Dreifaltigkeit für euer apostolisches Wirken alles, was ein Vater seinen Kindern wünschen kann, sowohl in der Zeit als auch in der Ewigkeit. Ich wünsche euch Frieden.“
Wenn es uns schwerfällt, Frieden in unserem Herzen, Frieden mit unseren Mitmenschen oder Frieden in der Welt zu finden, dann wenden wir uns an Jesus Christus, den Friedensfürsten. Bitten wir ihn, uns den Weg zu zeigen und unser Herz zu verwandeln. Denken wir darüber nach, wie wir seine Botschaft im Alltag leben können: indem wir für den Frieden beten und selbst zu Menschen des Friedens werden – in unseren Familien, an unseren Arbeitsplätzen, in unseren Gemeinschaften und überall dort, wo Gott uns hingestellt hat.
Gebet:
Auf die Fürsprache des seligen Franziskus Maria vom Kreuz Jordan bitten wir dich, Gott, erfülle unsere Herzen mit deinem Frieden. Du hast deinen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt, damit er uns den Weg zu einem wahren und dauerhaften Frieden zeige.
Schenke allen Menschen die Sehnsucht nach Versöhnung und gegenseitigem Verständnis. Stärke besonders jene, die unter Krieg, Gewalt und Unfrieden leiden. Vertreibe die Dunkelheit von Hass und Konflikten, die den Frieden unter uns zerstören.
Mache uns zu Männern und Frauen guten Willens, zu Zeugen der Liebe, der Freundlichkeit und des Friedens. Lass uns Brücken bauen, wo Gräben entstanden sind, Hoffnung schenken, wo Verzweiflung herrscht, und Frieden stiften, wo Unfrieden droht. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Pater Mariusz SDS
Foto: Enrique from Pixabay
Hinterlasse einen Kommentar