Unser Heiland Jesus Christus hat unseren Mitbruder
Pater Rupert Magnus Herberg
am 21. Juni 2024 zu sich in die Ewigkeit gerufen.

Der am 23. August 1934 mit dem Taufnamen Magnus geborene P. Rupert Herberg kam im Alter von 13 Jahren an das Gymnasium Salvatorkolleg in Bad Wurzach. Von da an führte er sein Leben in der salvatorianischen Gemeinschaft. Nach dem Abitur trat P. Rupert in das Noviziat in Passau ein, legte am 1. Mai 1956 die Ordensprofess ab, studierte Philosophie und Theologie und wurde am 12. März 1961 ebenfalls in Passau zum Priester geweiht. Nach einer zweijährigen wirtschaftswissenschaftlichen Fortbildung kehrte er wieder an das Salvatorkolleg nach Bad Wurzach zurück.  Von 1965 bis 1988 hatte er hier die Aufgabe des Hausökonoms inne. Als 1988 dringend die Position des Provinzökonoms besetzt werden musste, war er bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen und füllte sie von 1988 bis 1996 aus. Anschließend war er Verwalter der Niederlassungen München und Passau. Nach Schließung des Kollegs in Passau übernahm er die Buchführung der Missionsprokura in München.

P. Rupert hat der Ordensgemeinschaft immer in internen Verantwortungsbereichen gedient. Bei ihm trifft das Wort Dienst in seiner besten Bedeutung zu: Er war sorgfältig und treu in seinen Aufgaben. Und: Er hat diese Aufgaben mit innerer Zufriedenheit erfüllt. Sicher war er kein Mann der großen Worte. Umso mehr hat sein feiner und tiefgründiger Humor oft überrascht, in dem sich dann eine sehr genaue Beobachtungsgabe zeigte. Die großen Leidenschaften von P. Rupert waren die Naturwissenschaften und die Technik. Schon als Schüler faszinierten ihn Biologie und Chemie. Begeistert berichtete er später, dass er während des Theologiestudiums auch Physikvorlesungen besuchen konnte. Diese Leidenschaft hat er sich bis zu seinem Tod bewahrt. Die naturwissenschaftliche Begabung führte ihn zur Technik. Als Verwalter war er u.a. für die technischen Anlagen verantwortlich, die unter seiner Aufsicht immer in einem guten Zustand waren. Er scheute sich nicht, auch selbst Hand anzulegen. Früh schon hat er sich mit der Computertechnik auseinandergesetzt, selbst Verwaltungsprogramme geschrieben und unzählige Computer eingerichtet. Auch dieses Interesse hat er bis zuletzt gepflegt.

Für Salvatorianer ist das Wort des heiligen Paulus wegweisend, dass in Jesus Christus „die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes erschienen ist“. Das sollen Salvatorianer mit ihrem Leben bezeugen. P. Rupert hat diese Berufung auf beeindruckende Weise verwirklicht. Freundlich und hilfsbereit zu sein, das war für ihn keine Pflicht, sondern entsprach seinem inneren Wesen. Er kam, wo immer er tätig war und lebte, den Menschen mit seiner Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft entgegen; man hatte den Eindruck, nichts werde ihm zu viel. Auf diese Weise hat er Zeugnis von seinem Glauben abgelegt.

Wir verlieren mit P. Rupert Herberg einen stillen und liebenswürdigen Mitbruder und einen feinen Menschen. Wir danken allen, die ihm ihr Vertrauen geschenkt haben. Wir danken den Mitarbeitenden im Klinikum rechts der Isar, die ihn so liebevoll auf seinem letzten Weg unterstützt haben. Wir bitten um das Gebet für P. Rupert.

Die Salvatorianer der Deutschen Provinz
und der Gemeinschaft in München
München, den 23. Juni 2024

Das Requiem feiern wir am Donnerstag, 27. Juni um 13.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Willibald / München.
Die Beisetzung ist anschließend am 27. Juni um 15.00 Uhr auf dem Waldfriedhof „Alter Teil“ / München.

Totenbrief