Mit einem festlichen Gottesdienst und vielen Gästen aus Kirche, Orden und Dorfgemeinschaft haben wir unser neues Kloster in Gurtweil eingeweiht. Am Geburtsort des seligen Franziskus Jordan ist damit ein Ort entstanden, an dem Gebet, Gemeinschaft und pastorales Leben miteinander wachsen.

Ein besonderer Tag für die salvatorianische Familie

Es war ein Tag voller Dankbarkeit, Freude und Zuversicht: Gemeinsam mit vielen Gästen aus nah und fern haben wir Salvatorianer am 14. Juni unser neues Kloster in Gurtweil feierlich eingeweiht. Die Einweihung eines neuen Klosters gehört heute zu den seltenen Ereignissen. Umso dankbarer sind wir, dass dies ausgerechnet am Geburtsort unseres Gründers, des seligen Franziskus Jordan, geschehen durfte.

Dankbar feiern, was gemeinsam gewachsen ist

Den Auftakt bildete ein festlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus. Gemeinsam mit unserem Generaloberen Pater Krzysztof Kowalczyk, dem Generalkonsultor Pater Hubert Kranz und zahlreichen Mitbrüdern aus verschiedenen Ländern feierten wir die Eucharistie. Musikalisch wurde der Gottesdienst von den Chören und Musikerinnen und Musikern aus Gurtweil gestaltet – ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie eng unser Orden und die Dorfgemeinschaft miteinander verbunden sind.

In seiner Predigt erinnerte Pater Hubert Kranz daran, dass Franziskus Jordan sein Leben lang nach Gottes Willen fragte. Dieses Vertrauen prägt auch unseren Weg heute. Die Einweihung des Klosters war deshalb vor allem ein großes Dankfest – für Gottes Begleitung, für alle Unterstützerinnen und Unterstützer und für die vielen Menschen, die dieses Projekt mit Herzblut möglich gemacht haben.

Ein neues Zuhause wird gesegnet

Nach dem Gottesdienst zog die Festgemeinde gemeinsam mit dem Musikverein zum neuen Kloster. Dort segnete unser Generaloberer das Haus, in dem inzwischen vier Mitbrüder aus unterschiedlichen Ländern leben und gemeinsam eine internationale Ordensgemeinschaft bilden. Mit Gebet, Gesang und dem feierlichen „Te Deum“ wurde das neue Zuhause offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Mehr als ein Kloster

Die Einweihung des Klosters markiert zugleich einen wichtigen Meilenstein des gemeinsamen Projekts „Pater-Jordan-Haus“. Was viele Menschen aus der Kirchengemeinde, der Stadt, unserem Orden und dem Dorf über Jahre mit Herzblut geplant und getragen haben, wird nun Schritt für Schritt Wirklichkeit.

Gurtweil ist nicht nur der Geburtsort des seligen Franziskus Jordan. Künftig wird dieser Ort noch stärker zu einem geistlichen Anziehungspunkt für Salvatorianerinnen und Salvatorianer aus aller Welt. Hier können sie den Wurzeln unseres Gründers begegnen und seine Spiritualität neu entdecken.

Das neue Kloster ist Teil des gemeinsamen Projekts „Pater-Jordan-Haus“, das unter dem Motto „Gemeinsam geht’s“ Kirche und Dorfgemeinschaft miteinander verbindet. Hier sollen Spiritualität, Gemeinschaft und gelebter Glaube ebenso ihren Platz finden wie Begegnungen, Kultur und ehrenamtliches Engagement.

Von den Wurzeln in die Zukunft

Unser Generaloberer erinnerte in seinem Grußwort daran, wie viel Hoffnung von diesem Ort ausgehen kann: „Wie von einem einfachen Mann aus einem kleinen Dorf viele große Dinge geschehen können.“ Dieser Satz beschreibt nicht nur das Leben des seligen Franziskus Jordan, sondern auch den Auftrag unseres neuen Klosters.

Die Einweihung ist deshalb nicht nur der Abschluss eines Bauprojekts, sondern vor allem ein neuer Anfang. Nun beginnt das eigentliche Leben dieses Hauses – als Ort des Gebets, der Gastfreundschaft, der Seelsorge und der Begegnung.

Von Herzen danken wir allen, die den Bau, die Vorbereitung der Feier und das gemeinsame Projekt unterstützt haben – der Kirchengemeinde, der Stadt Waldshut-Tiengen, der Erzdiözese Freiburg, den vielen Ehrenamtlichen, den Vereinen und nicht zuletzt den Menschen in Gurtweil. Ihre Offenheit, ihre Gastfreundschaft und ihr großes Engagement haben diesen Tag zu einem besonderen Fest gemacht.

Wir freuen uns darauf, unser neues Zuhause mit Leben zu füllen – gemeinsam mit den Menschen in Gurtweil und allen, die sich mit Franziskus Jordan und unserer salvatorianischen Sendung verbunden fühlen.

Fotos: Alfred Scheuble