Mit einem Dank an den langjährigen Vorsitzenden und der Wahl eines neuen Stiftungsratsvorsitzenden stand die diesjährige Sitzung des Stiftungsrats der Pater-Berno-Stiftung am 20. Juni in München ganz im Zeichen des Übergangs. Bereits am Vorabend hatten sich die Mitglieder zu einem Workshop getroffen, um die strategische Weiterentwicklung der Stiftung zu beraten.

Die Pater-Berno-Stiftung ist als unselbstständige Stiftung in der Deutschen Provinz der Salvatorianer verankert. Gemeinsam mit der Caritas Temeswar unterstützt sie die fünf Sozialwerke, die der Salvatorianer Pater Berno Rupp SDS in Rumänien aufgebaut hat: das Nachtasyl „Pater Jordan“, das Frauenhaus „Maria von den Aposteln“, die Kindertagesstätte „Casa Pater Berno“, die Jugendfarm „Pater Paulus“ sowie zwei Altenpflegeheime in Bakova. Ziel der Stiftung ist es, das Lebenswerk des Salvatorianers dauerhaft zu sichern und Menschen in Not in Temeswar zu unterstützen.

Dank für 15 Jahre an der Spitze

Ein besonderer Moment der Sitzung war die Verabschiedung von Pater Leonhard Berchtold SDS. Seit der Gründung der Stiftung hatte er den Vorsitz des Stiftungsrats inne und prägte dessen Arbeit über 15 Jahre hinweg maßgeblich. Als Anerkennung für sein langjähriges und engagiertes Wirken überreichten ihm die Mitglieder des Stiftungsrats eine Verdiensturkunde.

Pater Leonhard zeigte sich dankbar für die gemeinsame Zeit: „Ich bin dankbar für die vergangenen 15 Jahre und dafür, dass nun andere diese Aufgabe übernehmen. Ich habe immer wieder gestaunt, mit welchem Einsatz und Herzblut die Ratsmitglieder die Werke der Stiftung vorangetrieben haben.“
Mit der Sitzung endete offiziell seine Amtszeit als Vorsitzender.

Provinzial Pater Friedrich Emde übernimmt den Vorsitz

Zum neuen Vorsitzenden des Stiftungsrats wurde Provinzial Pater Dr. Friedrich Emde SDS bestellt. Seine Übernahme des Vorsitzes wurde in der Sitzung offiziell bestätigt. Mit Blick auf das Vermächtnis von Pater Berno erklärt Pater Friedrich:
„Ich kannte Pater Berno Rupp, seitdem ich 1986 in den Orden eingetreten bin. Sein Einsatz für die Menschen in Rumänien und sein soziales Engagement haben mich immer tief beeindruckt. Ich freue mich darauf, als Salvatorianer diese Aufgabe von Pater Leonhard zu übernehmen und meinen Beitrag zu leisten, um die wundervollen Aufgaben von Pater Berno in der Stiftung mit seinem Namen weiterzuführen.“

Die Mitglieder des Stiftungsrats und Stiftungsvorstands kamen in München zur jährlichen Sitzung der Pater-Berno-Stiftung zusammen. Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf 2025 sowie die Weichenstellungen für die zukünftige Arbeit.

Nach 15 Jahren an der Spitze des Stiftungsrats wurde Pater Leonhard Berchtold SDS (rechts) verabschiedet. Herbert Grün, Leiter der Caritas Temeswar, überreichte ihm als Zeichen des Dankes eine Verdiensturkunde für sein langjähriges Engagement.

Rückblick auf das Jahr 2025

Neben den Wahlen standen der Jahres- und Rechenschaftsbericht auf der Tagesordnung. Herbert Grün, Geschäftsführer der Caritas Temeswar, stellte die Entwicklung der fünf Sozialwerke und die wichtigsten Zahlen des Jahres 2025 vor. Der Bericht machte deutlich, dass die Einrichtungen weiterhin unverzichtbare Hilfe für obdachlose Menschen, Frauen in Not, Kinder aus benachteiligten Familien und pflegebedürftige ältere Menschen leisten. Der Jahresbericht wurde vom Stiftungsrat einstimmig angenommen.

Kontinuität im Stiftungsrat

Turnusgemäß wurden zahlreiche Mitglieder des Stiftungsrats in ihren Ämtern bestätigt. Lediglich Carolin Wolfert schied aus dem Gremium aus. Der Stiftungsrat vereint Mitglieder der Salvatorianer, Angehörige der Familie von Pater Berno sowie langjährige Förderinnen und Förderer der Stiftung. Gemeinsam tragen sie Verantwortung dafür, dass das Lebenswerk von Pater Berno unter dem Leitwort „Keiner wird vergessen“ fortgeführt werden kann.