Hoffnung hat keine Grenzen

Europäische Salvatorianer beraten über die Zukunft der Ordensgemeinschaft

Vom 18. bis 25. Juni 2026 fand das Kontinentaltreffen der Salvatorianer für Europa in Bagno bei Breslau (Polen)statt. Im ehemaligen Studienhaus der polnischen Salvatorianer kamen Mitbrüder aus ganz Europa gemeinsam mit dem Generalat zusammen, um über aktuelle und zukünftige Fragen der Ordensgemeinschaft zu beraten.

Aus der Deutschen Provinz waren Pater Friedrich Emde als Provinzial, Pater Heribert Kerschgens als Provinzvikar und Pater Wolfgang Sütterlin als Provinzsekretär vertreten.

Leitwort: „Hoffnung hat keine Grenzen“

Der Generalobere Pater Krzysztof Kowalczyk eröffnete die Beratungen, die unter dem Motto „Hoffnung hat keine Grenzen“ standen. Er stellte das Treffen unter dieses Leitwort und betonte: Da Hoffnung keine Grenzen kenne, könnten wir uns zuversichtlich auch den Herausforderungen der kommenden Jahre stellen. Er rief dazu auf, diesen Weg mutig zu gehen.

Umstrukturierung der Salvatorianer in Europa

Ein wichtiges Thema der Beratungen war die Umstrukturierung der Ordensgemeinschaft in den nächsten Jahren. Da die Mitgliederzahl in Westeuropa zurückgeht, wird es notwendig werden, langfristige Strukturen zu finden, die für die kleiner werdende Zahl an Ordensleuten tragfähig sind. Dies kann durch Zusammenschlüsse innerhalb Europas oder sogar darüber hinaus geschehen.

Der Generalobere betonte, dass in einen solchen Prozess alle Salvatorianer einbezogen werden sollen und es keine vorschnellen Entscheidungen geben wird. Allerdings werde es irgendwann notwendig sein, Entscheidungen zu treffen.

Ausbildung, Noviziat und Zusammenarbeit

Weitere Themen waren die Ausbildung der jungen Mitbrüder, die Frage nach einem europäischen Noviziat, die Sicherstellung der finanziellen Mittel für die weltweite Gemeinschaft sowie die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung innerhalb der Ordensgemeinschaft.

Begegnung und Austausch stärken die Gemeinschaft

Das Treffen bot auch reichlich Gelegenheit zur mitbrüderlichen Begegnung. Viele Mitbrüder kannten sich bereits, andere lernten sich neu kennen. Diese Begegnungen, die keineswegs nur ein erfreuliches Nebenprodukt sind, bilden einen wesentlichen Bestandteil eines solchen Treffens.

Zu Beginn jeder Sitzung stellten sich zudem die Provinzen und Einheiten vor und gaben einen Überblick über die Themen und Entwicklungen, die ihre Gemeinschaften und Länder derzeit besonders bewegen.

Vier Kontinentaltreffen der Salvatorianer im Jahr 2026

Im Jahr 2026 finden insgesamt vier Kontinentaltreffen statt: in Polen für Europa, auf den Philippinen für Asien, in Kolumbien für Nord- und Südamerika sowie in Tansania für Afrika.

Diese dezentral organisierten Treffen sollen dazu beitragen, die Fragestellungen der jeweiligen Regionen genauer in den Blick zu nehmen und passende Lösungsvorschläge zu entwickeln. Aufgabe des Generalates ist es, die unterschiedlichen Vorschläge und Überlegungen zusammenzuführen.

Die nächsten großen internationalen Treffen der Salvatorianer sind die Generalsynode im Jahr 2028 in Temeswar, zu der alle Oberen weltweit zusammenkommen, sowie das nächste Generalkapitel im Jahr 2030. Auch dort werden die Ergebnisse der Gespräche aus den Kontinentaltreffen weitergeführt und in die Beratungen einfließen.

Bilder: Generalat der Salvatorianer