Junge Perspektiven auf das Werk von Egino Manall
Wie kann das künstlerische Erbe eines Mitbruders für junge Menschen heute lebendig werden? Eine besondere Ausstellung in Bad Wurzach zeigt eindrucksvoll, wie Schülerinnen und Schüler des Salvatorkollegs sich mit dem Nachlass von Pater Egino Manall SDS auseinandergesetzt und daraus eigene kreative Zugänge entwickelt haben.
Mit einer gut besuchten Vernissage am 22. Mai 2026 wurde in der Städtischen Galerie Maria Rosengarten in Bad Wurzach die Ausstellung „MANALL & CO – Original und keine Fälschung!“ eröffnet. Im Mittelpunkt stehen Werke des Salvatorianers Pater Egino Manall (1907–2001), der über viele Jahrzehnte als Künstler und Lehrer am Salvatorkolleg wirkte.
Ausgangspunkt des Projekts war die Sichtung und Erschließung seines künstlerischen Nachlasses durch das Provinzarchiv der Salvatorianer. Gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Salvatorkollegs intensiv mit ausgewählten Arbeiten Manalls. Dabei entstanden eigene künstlerische Auseinandersetzungen, die seine Motive, Themen und Bildideen aufgreifen und in die Gegenwart weiterführen.
Die Ausstellung macht sichtbar, wie Kunst über Generationen hinweg zum Gespräch anregen kann. Sie verbindet die Bewahrung eines wertvollen Nachlasses mit neuen Perspektiven junger Menschen und eröffnet einen lebendigen Zugang zum Werk von Pater Egino Manall.
Begleitet wurde das Projekt von einem Podcast, in dem Schülerinnen und Schüler den Entstehungsprozess dokumentierten und Einblicke in ihre Arbeit gaben. So bleibt nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg dorthin nachvollziehbar.
Die Ausstellung ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Erinnerungskultur, Bildung und Kreativität miteinander in Dialog treten können.
Fotos: Christoph Sigg





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