Die Hermann-Josef-Dienstage 2026 in Steinfeld
Im Salvatorianerkloster Steinfeld/Eifel wird Mitte Mai das Hermann-Josef-Fest gefeiert. Der mittelalterliche heilige Prämonstratensermönch aus der Eifel zieht auch heute noch viele Pilgerinnen und Pilger an. In der Vorbereitung auf das Fest finden neun so genannte Hermann-Josef-Dienstage statt. Sie bereiten mit Gottesdienst und Begegnung auf das Fest vor. Pater Wieslaw Kaczor, Pfarrer von Steinfeld und Regionalvikar der Region Eifel, schildert seine persönlichen Erfahrungen mit dieser besonderen Vorbereitung.
Ein gemeinsamer Weg auf das Hermann-Josef-Fest hin
Die Hermann-Josef-Dienstage im Kloster Steinfeld gehören für mich zu den besonders schönen und intensiven Zeiten im Kirchenjahr. Sie sind mehr als eine Reihe von Gottesdiensten. Es ist ein gemeinsamer Weg im Glauben, der uns Woche für Woche zusammenführt und innerlich wachsen lässt.
Auch im Jahr 2026 laden wir wieder an neun Dienstagen zur Pilgermesse um 9:00 Uhr in die Basilika ein. Die Predigten werden vom Team des Pastoralen Raumes Heiliger Hermann Josef Steinfeld gestaltet. So kommen unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen zur Sprache, die sich gegenseitig bereichern und doch ein gemeinsames Ziel haben: das Evangelium lebendig werden zu lassen.
Jesu Gleichnisse im Mittelpunkt
In diesem Jahr stehen die Dienstage unter dem Thema: „Gott wendet sich uns zu – Die Botschaft vom Reich Gottes in Jesu Gleichnissen.“
Die Gleichnisse Jesu sprechen mich persönlich sehr an. Es sind einfache Geschichten aus dem Alltag der Menschen. Und doch öffnen sie einen tiefen Blick auf Gott. Sie zeigen, wie nahe Gott unserem Leben ist, wie sehr er uns versteht und wie geduldig er mit uns geht.
Impulse für Glauben und Leben
Schon der heilige Hermann Josef hat sich mit diesen Gleichnissen beschäftigt. Er hat sie gelesen, bedacht und aus ihnen gelebt. Für ihn waren sie keine bloßen Worte, sondern Wegweiser für sein Leben. Sie haben ihn in die Nachfolge geführt und seinen Glauben geprägt.
Diese Erfahrung möchten wir auch heute neu machen. Die Gleichnisse sind keine alten Geschichten, die nur in der Vergangenheit Bedeutung hatten. Sie sprechen auch heute zu uns. Sie stellen Fragen, sie trösten, sie fordern heraus. Wer sich auf sie einlässt, entdeckt oft überraschend, wie aktuell sie sind.
Viele Menschen machen sich mit auf den Weg
Die Resonanz auf die Hermann-Josef-Dienstage ist Jahr für Jahr groß. Die Basilika ist gut gefüllt. Viele Menschen kommen aus der Eifel und aus der weiteren Umgebung. Manche sind seit Jahren dabei, andere kommen zum ersten Mal. Alle bringen ihre eigenen Anliegen, Hoffnungen und Fragen mit.
Begegnung nach der Pilgermesse
Ein besonderer Teil dieser Dienstage ist das anschließende Frühstück. Bis zu 120 Menschen bleiben nach der Messe zusammen. Was dabei oft nicht gesehen wird, ist die Arbeit im Hintergrund. Eine Gruppe von Frauen und Männern bereitet alles vor. Sie kaufen ein, stehen früh auf, schmieren Brötchen, kochen Kaffee und decken die Tische. Wenn die Gottesdienstbesucher aus der Kirche kommen, ist alles bereit.
Engagement, das Kirche lebendig macht
Dieses Engagement berührt mich sehr. Es zeigt, wie lebendig Kirche sein kann, wenn Menschen sich einbringen und füreinander da sind. Hier wird Gemeinschaft konkret erfahrbar.
Für mich persönlich sind diese Wochen eine große Freude. Ich erlebe, wie Menschen sich auf den Glauben einlassen, wie Gespräche entstehen und wie Gemeinschaft wächst. Es sind einfache Begegnungen, die oft lange nachwirken.
Ich bin dankbar für diese Zeit und für alle, die sie mitgestalten. Gemeinsam dürfen wir darauf vertrauen, dass das, was gesät wird, Frucht bringt.
Text und Fotos: Pater Wieslaw Kaczor, SDS
Einladung und Termine
Hermann-Josef-Fest am 16./17. Mai 2026
Samstag, 16. Mai: 17:30 Uhr die Vorabendmesse mit der feierlichen Erhebung der Reliquien
Sonntag, 17. Mai: 10:00 Uhr Hochamt mit Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg)
14:00 Uhr Andacht mit anschließender Reliquienprozession.


