Start der Sanierung des Pater-Jordan-Hauses in Gurtweil
In Gurtweil, dem Geburtsort unseres Ordensgründers Franziskus Maria vom Kreuze Jordan, hat ein besonderes Projekt begonnen: Die Sanierung des Pater-Jordan-Hauses ist offiziell gestartet. Mit einem festlichen Auftakt wurde ein Vorhaben gewürdigt, das weit über eine bauliche Maßnahme hinausgeht. Es geht um die Zukunft eines Ortes, an dem Gemeinschaft, Glauben und Engagement zusammenfinden.
Zahlreiche Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft begleiteten den Beginn der Arbeiten. Unter ihnen befand sich auch Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz des Landes Baden-Württemberg, ebenso Vertreter des Erzbistums, der Stadt sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region.
Verwurzelt im Ursprung – offen für die Zukunft
Für uns Salvatorianer ist Gurtweil mehr als ein geografischer Ort. Hier wurde unser Gründer geboren, hier nahm unsere Sendung ihren Anfang. Dass wir an diesem historischen Ort eine neue Gemeinschaft aufbauen und ein kleines Kloster errichten, ist Ausdruck unserer Verbundenheit mit unseren Wurzeln – und zugleich ein Zeichen der Hoffnung für die Zukunft.
Seit 2024 wird das ehemalige Hausmeisterhaus mit einem Erweiterungsbau zu einem kleinen Kloster umgestaltet. Die Einweihung ist für den 16. Juni 2026 vorgesehen. Damit entsteht in Europa ein neuer geistlicher Ort unserer Ordensgemeinschaft.
Vom Gemeindehaus zum offenen Gemeinschaftszentrum
Parallel dazu wird das bestehende Pater-Jordan-Haus grundlegend saniert und weiterentwickelt. Aus einem klassischen Gemeindehaus soll ein lebendiges Gemeinschaftszentrum werden – offen für die Kirchengemeinde, die Dorfbevölkerung und darüber hinaus für alle, die Begegnung suchen.
Was sich sprachlich wie eine kleine Veränderung anhört, steht inhaltlich für einen großen Anspruch: Das Haus soll ein Treffpunkt des Lebens werden. Ein Ort, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen, sich engagieren, feiern, lernen und Glauben teilen. Wir sind überzeugt: Wo menschliche Gemeinschaft wächst, wird auch Gottes Gegenwart erfahrbar.
Die Segnung der Baustelle stellte dieses Vorhaben bewusst unter Gottes Schutz und Segen – im Vertrauen auf das Wort aus Psalm 127: „Wenn nicht der Herr das Haus baut, mühen sich umsonst, die daran bauen.“
Gemeinsam getragen
Möglich wird dieses Projekt durch eine breite Zusammenarbeit: Unser Orden arbeitet eng mit der Kirchengemeinde, dem Erzbistum, der Stadt, dem Land Baden-Württemberg sowie dem Förderverein „Gemeinschaftszentrum Pater-Jordan-Haus e.V.“ zusammen. Viele Ehrenamtliche bringen sich mit großem Engagement ein – bereits jetzt wurden erste Rückbauarbeiten in Eigenleistung erbracht.
Diese starke Partnerschaft zeigt: Das neue Gemeinschaftszentrum ist ein echtes Gemeinschaftswerk. Es verbindet kirchliches Leben mit bürgerschaftlichem Engagement und setzt ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt im ländlichen Raum.
Wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam zu gehen – im Geist unseres Gründers und im Vertrauen darauf, dass hier ein Ort entsteht, der Menschen verbindet und Zukunft gestaltet.
Fotos: Alfred Scheuble




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