Am 11. Juli 2025 verwandelte sich Bad Wurzach wieder in einen Ort gelebten Glaubens. Der diesjährige Blutritt, eine der größten Reiterprozessionen Europas, zog mehr als 1.500 Reiterinnen und Reiter und rund 5.000 Pilgerinnen und Pilger an.
Besonders im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die internationale Dimension des Blutritts, die von vielen als Zeichen weltweiter Verbundenheit im Glauben verstanden wurde.
Ein Fest der Völkerverständigung
Der neue Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart Dr. Klaus Krämer zelebrierte das feierliche Pontifikalamt am Morgen der Prozession und stellte in seiner Predigt die Bedeutung des Mottos „Pilger der Hoffnung“ in den Vordergrund. Gerade der internationale Charakter des Blutritts sei, so Krämer, ein „lebendiges Bild für die weltumspannende Kirche.“
Deutlich wurde das durch die Teilnahme einer offiziellen Delegation der britischen Kanalinsel Jersey, angeführt vom Deputy Bailiff Robert MacRae und dem St. Helier Bürgermeister Simon Crowcroft. Diese Gruppe kam nicht nur als Beobachter, sondern als aktive Pilger, die sich bewusst in das religiöse Geschehen einfügten. Auch Gruppen aus Österreich, der Schweiz und Vertreter aus Uganda und dem Kongo bereicherten die Feier.

Bischof Dr. Klaus Krämer und Provinzial der Salvatorianer P. Dr. Friedrich Emde begleiten die Reiterprozession beim Blutritt in Bad Wurzach spirituell
Foto: Franz Netzer
Pater Konrad Werder SDS: „Der Blutritt ist gelebte Weltkirche“
Der Salvatorianer Pater Konrad Werder SDS, Superior der Gemeinschaft, würdigte in seiner Ansprache als Vertreter der Weltkirche diese internationale Beteiligung besonders. Er sagte:
„Der Blutritt ist mehr als eine regionale Tradition – er ist ein Stück Weltkirche. Hier wird der Glaube nicht hinter verschlossenen Türen gelebt, sondern offen, einladend und über Grenzen hinweg.“
Pater Werder erinnerte daran, dass gerade die Salvatorianer sich dem globalen Auftrag verpflichtet fühlen, Menschen aus allen Kulturen zusammenzubringen und den Glauben als verbindendes Element zu leben.
Der gemeinsame Weg als Zeichen der Hoffnung
Die Reiter und Pilger zogen anschließend durch Stadt und Umland, begleitet von Musikkapellen und Gebetsgesängen. Mit der Heilig-Blut-Reliquie spendete Bischof Krämer den Segen – nicht nur für Bad Wurzach, sondern symbolisch für die ganze Weltgemeinschaft der Gläubigen.
Fazit: Der Blutritt 2025 als Brücke zwischen den Völkern
Der Blutritt in Bad Wurzach 2025 war mehr als ein religiöses Ereignis. Er war ein starkes Zeichen der Völkerverständigung, des Glaubens und der Hoffnung – Werte, die uns als Salvatorianer besonders am Herzen liegen.
Fotos: P. Georg Fichtl SDS
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